SAFIRE - The Big Picture

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Video
Safire-big-picture 320x180.jpg
Michael Clarage in der Präsentation
Plattform youtube.com
Kanal ThunderboltsProject
URL youtube.com/watch?v=/ICR1f2CpOD4
Datum 18.04.2020
Länge 14 Minuten, 58 Sekunden


SAFIRE – Das große Ganze

Der SAFIRE-Astrophysiker Michael Clarage, PhD, sucht in Amsterdam nach einer Hose … und präsentiert dann „The Big Picture“. Szenen aus der Präsentation von SAFIRE im November 2019 auf der GlobalBEM-Konferenz (Global Breakthrough Energy Movement) in Breukelen, Niederlande.

Videoskript in Deutsch

Ich kam in Breukelen zur Konferenz über den globalen Durchbruch der Energiewirtschaft an. In meinem Hotelzimmer öffne ich meinen Koffer und stelle fest, dass ich etwas absolut Entscheidendes für die Präsentation, die ich am nächsten Tag mit Monty halten musste, vergessen hatte. Amsterdam ist mit dem Zug nur eine halbe Stunde entfernt. Also entscheide ich mich für eine Fahrt in die Stadt – um zu sehen, ob ich den unerlässlichen Gegenstand ersetzen kann. Dies sind die handgearbeiteten Kleidungsstücke, die ich in England bekommen habe … und ich brachte dieses schöne Hemd und die Jacke mit ins Zimmer und stellte fest, dass ich meine Hose vergessen hatte.

Es herrschte also Einigkeit darüber, dass ich den Vortrag in Boxershorts halten sollte und der Kameramann so ehrenwert wäre, mich einfach von der Hüfte ab aufwärts zu filmen. Aber ich wollte auch irgendwie eine Ausrede dafür haben, in Amsterdam einkaufen zu gehen. Und genau das tun wir auch: Einkaufen in Amsterdam.

Jetzt, da das SAFIRE-Projekt voranschreitet, wollen wir aus allem, was wir entdeckt haben, etwas Nützliches schaffen. Jeder bittet uns zu erklären, was da in wissenschaftlicher Hinsicht geschieht. Was ist der Mechanismus für die Energiefreisetzung und für die Transmutation von Elementen? Wir können ihnen mitteilen, was wir tun – die Technik und die Chemie, die beteiligt sind. Aber wir können ihnen nicht sagen, wie die Natur es zustande bringt. Wir wissen nicht wie – noch nicht. Und wir werden vielleicht nie wissen wie, geschweige denn warum. Doch denken Sie darüber nach.

Ich fliege von Boston nach Amsterdam in einem Jet, der durch elektrisch betriebene Computersysteme gesteuert wird. Ich fahre mit einem elektrischen Zug in die Stadt. Viertausend mal pro Minute löst ein elektrischer Funke im Motor eines Fahrzeugs, das mich auf der Straße überholt, eine Explosion aus. Verkehrsampeln sorgen dafür, dass ich nicht von einem Mädchen auf einem Fahrrad angefahren werde.

Ich mache Fotos mit meinem elektrischen Handy und verewige so in Amsterdam meine Suche nach einer Hose.

Schiffe navigieren auf den Weltmeeren mit computergestützten Navigationssystemen. Ich navigiere durch die Strassen von Amsterdam mit den Karten meines Mobilfunktelefons, das ein Computer ist. Ohne Elektrizität gäbe es keine Computer.

Ich suche Secondhand-Läden auf, die mit elektrischem Licht beleuchtet sind, damit ich sehen kann, ob es dort eine Hose für mich gibt. Wenn ich eine Hose finden könnte, würde ich sie mit meiner Kreditkarte bezahlen. Ohne Elektrizität gäbe es keine Kreditkarten. „Nichts da, ich weiß nicht – was sollen wir tun?“ „Weißt du was? Vielleicht müssen wir Jeans tragen, ja wir müssen vielleicht Jeans tragen … Aber wie die nette Dame sagte: Du bist in Holland. Was ist verkehrt an Jeans? Jeder trägt Jeans. OK, weiter geht’s.“

Brauereien verwenden Strom zur Herstellung von Bier. Erfrischt mit einem halben Liter holländischen Biers, mache ich noch mehr Bilder für die Nachwelt. Es gibt keinen Film – alles ist digital, das heißt: elektrisch. Läuten da die Kirchenglocken? Man kann darauf wetten, dass eine Zeitschaltuhr und ein Elektromotor beteiligt sind. Nachdem die Sonne untergegangen ist, gehe ich durch die Straßen von Amsterdam, mein Weg beleuchtet von elektrischem Licht. Wenn ich wollte, könnte ich die elektrische Straßenbahn nehmen, aber ich tue es nicht. Ich gehe gerne zu Fuß, weil ich auf diese Weise geheimnisvolle Orte entdecken kann, die ich niemals finden würde, wenn ich nicht zu Fuß unterwegs wäre und es keine elektrischen Schilder gäbe.

„Es gibt hier einen Bereich, in dem versucht wird, Arbeiten zu veröffentlichen, die außerhalb des aktuellen physikalischen Paradigmas liegen. Darin gibt es einen Abschnitt ›Kommunikation, Medizin, Transport, Bauwesen, Fertigung‹.“ Es fließt ein universeller Strom durch das Herzstück der modernen menschlichen Gesellschaft. Er ist so allgegenwärtig und tiefgreifend, dass wir ihn kaum wahrnehmen. Wir halten ihn für völlig selbstverständlich. Elektrizität. Und wissen Sie, was das Faszinierendste an der Elektrizität ist? Niemand auf der Erde kann uns sagen, worin sie besteht oder warum sie existiert.

Ich bin pünktlich am Bahnhof, um die nächste elektrische Bahn zurück zu meinem Hotel zu nehmen. Aufgrund meiner batteriebetriebenen Digitaluhr weiß ich, wie spät es ist. Meine Suche nach einer Hose verewige ich weiter mit einem letzten Foto meiner elektrisch angetriebenen Handy-Kamera. Auf der Rückfahrt könnte ich, wenn ich wollte, ein Buch lesen: Hier ist viel elektrisches Licht.

„Uran - da ist radioaktives Uran drin. Letztendlich wird es sich in Blei-206 umwandeln, das etwas leichter zu handhaben ist als einige der anderen Dinge, die wir in der Erde vergraben oder im Meer versenken“.

Ich konnte in Amsterdam keine Hose finden, die zu meinem schicken Anzug passen würde.

„Etwas von der Halbwertszeit von …“ Es kommt sicher selten vor, dass ich ins Labor gehe und das Gefühl habe, dass mir ein entscheidendes Element fehlt, das ich für meine Arbeit brauche.

„Was in SAFIRE geschieht, während man den Atommüll entsorgt: Weil es ein Plasma ist, wird es Wasser zum Kochen bringen. Es ist sehr heiß. Also ist es eigentlich keine große Sache, Wasser zu kochen und damit eine Turbine anzutreiben. Das hat man schon gemacht. Das ist einfach zu bewerkstelligen. Und jetzt kommen wir also zum großen Ganzen und – Michael, Sie sind wieder zu Hause.“

Ungeachtet dessen gibt mir die Natur aber manchmal – und jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsteil – etwas absolut Bemerkenswertes: einen Blick auf das große Ganze.

Ich glaube nicht, dass sich die Natur um meine Beschränkungen oder meine Hose kümmert.

Hier zeichne ich einen Planeten. Er zeichnet wirklich so schnell.

Eine der wichtigsten Arbeitsweisen, auf die unser Team immer wieder zurückkommt, ist die Frage, was die Natur tut. Wie passieren die Dinge auf natürliche Weise? Wenn Sie jemals eines dieser Fotos der riesigen ITER-Magneteinschlussmaschinen gesehen haben – die Natur macht das nicht auf diese Weise. Es gibt keine Situation da draußen, wo das so passiert. Und ich denke, deshalb waren wir als Gemeinschaft auch nicht in der Lage, es auf diese Weise zu tun, denn die Natur will so etwas nicht auf diese Weise tun. Ich weiß nicht, wie soll ich sagen? Ich suche keine freie Energie. Ich suche nicht nach der Energie aus dem Nichts. Was ich sehe, wenn ich mir die Welt anschaue, ist, dass das Universum eine enorme Menge an Energie besitzt, die ständig von einem Zustand in einen anderen umgewandelt wird, und zwar auf die erstaunlichsten Arten, die man sich vorstellen kann. Also halte ich Ausschau nach Transformation von Energie, um dann ein großformatiges Bild davon zu erhalten, wie die Natur es bereits macht.

Betrachten wir Sterne und Planeten und das interstellare Medium. Dies ist eine gute, einfache Darstellung eines Planeten aus elektrischer Perspektive. Auf Planeten fließen enorme Mengen an elektrischem Strom in sie hinein und aus ihnen heraus. Es ist nicht so einfach, wie bei einer Glühbirne. Keineswegs. Die Ströme fließen am Nordpol ein und aus, am Südpol ein und aus, und es gibt Ringströme um sie herum. Dies sind nur zwei Gruppen von Strömen. Wir haben es, glaube ich, mit sechs oder sieben zu tun, von denen wir zur Zeit wissen, dass sie um die Erde, Jupiter und Saturn herum verlaufen. Und dann nehmen wir dieses Bild eines Planeten, wenn Sie so wollen, als eine Blaupause, ein Design, eine Idee – die Art und Weise, wie die Natur die Dinge tut. Und wir werden das in die größere Welt übertragen, zu der ein Planet gehört, der seine Energie nämlich von seinem Stern, seinem Zentralgestirn, bezieht. Sterne haben auch Polströme, Ringströme.

Ich zeichne dort einige Planeten ein. Planeten haben alle ihren Magnetkörper – Elektrizität kommt rein und geht raus. Wenn man es richtig zeichnet, beginnt dieses Muster zu erscheinen, oder? Man beginnt zu sehen, dass es hier eine Struktur gibt, die sich in der Natur zu wiederholen scheint. Der Magnetkörper der Planeten ist etwas, das ich versuche, meinen Schülern verständlich zu machen. Wenn wir einen Planeten betrachten, sehen wir Lichtpunkte. Jupiter ist in unseren Augen nur ein Lichtpunkt. Aber wäre der Magnetkörper von Jupiter oder Saturn für uns sichtbar, wäre er größer als unsere gegen den Himmel gehaltene Hand.

Verschiedene Planeten bestehen aus unterschiedlichen Materialien. Eigentlich versteht man nicht, warum Planeten aus verschiedenen Materialien bestehen. Aber wir wissen, dass verschiedene Planeten aus verschiedenen Materialien bestehen. Und dann schauen wir uns das an. Lassen Sie uns all dies einordnen in das interstellare Medium. Das interstellare Medium, das wir heute verstehen, ist hochgradig strukturiert. Hochstrukturiert. Und das war so vor zehn Jahren noch nicht bekannt. Nehmen wir also jetzt unseren Stern. Zoomen wir weiter heraus. Wir sehen den Stern. Stellen Sie sich all die Planeten um ihn herum vor. Behalten Sie dies im Kopf.

Und wir werden dies in eine größere Welt setzen, in der die Sonne zu Hause ist und die Sterne angesiedelt sind. Wir wissen jetzt durch direkte Daten, dass es im gesamten interstellaren Medium Filamente gibt und dass die Sterne nur entlang dieser Filamente existieren. Sterne sind nicht zufällig angeordnet – sie sind wie Blätter an einem Baum platziert.

Wir sehen darin auch diese anderen Dinge, die ich als blaue Punkte dargestellt habe. Und man kann diese als Proto-Stellarkerne oder ähnliches bezeichnen. Und wann immer ich das Wort „Proto“ höre, weiß ich, dass die Person keine Ahnung hat, wovon sie spricht. Sie benötigen nur etwas, um es als Platzhalter einsetzen zu können. Nun kann es sein, dass es sich bei diesen anderen blauen Punkte, die ich in die blauen Punkte eingefügt habe, um etwas ganz anderes handelt. Warum müssen sie zu Sternen werden? Vielleicht fördern die Sterne diese anderen Dingen, oder? Das wissen wir noch nicht. Wir wissen nicht, welche Rolle all diese Dinge spielen.

Es gibt eine Menge organischer Moleküle im interstellaren Medium. Es ist eine dieser Geschichten, die man einfach nicht mehr lesen kann. Astronomen sind überrascht. Astronomen sind schockiert, nicht wahr? All die organischen Moleküle da draußen. Hunderte und Aberhunderte von organischen Molekülen. Zuckerarten sind da draußen, Aminosäuren sind da draußen. Was machen sie da draußen? Betrachten wir nur die anorganischen Elemente, so bilden diese die Spitze, einverstanden. Das ist einfach dem Überfluss geschuldet. Diese Auflistung ändert sich, sobald noch empfindlichere Instrumente zur Verfügung stehen. Doch hier sind die führenden 11.

Ein Teil dessen, was ich tue, ist das Studium des interstellaren Mediums. Und diese Liste ist mir bekannt. Und nach einer Serie unserer Experimente, von denen Sie gerade gehört haben, sitzen wir da und gehen – Moment mal, einen Augenblick! Ich glaube, ich habe diese Liste schon einmal gesehen. Das sind die Elemente, die wir in unserer Kammer gesehen haben. Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist. Ich glaube, was wir hier beobachten, ist, dass das interstellare Medium – auf eine Weise, die wir noch nicht verstehen – durchaus in der Lage ist, alle Moleküle und Elemente zu erzeugen, die es erfordert. Es handelt sich nicht um eine zufällige Ansammlung dieser Sterne, Planeten, Filamente – sie alle haben Funktionen dort oben in der Galaxie. Sie tun mitnichten nichts. Es ist eine absurde Idee, zu meinen, dass die Natur so etwas Riesiges organisieren würde … etwas, das keine Funktion hat. Das ergibt keinen Sinn. Das interstellare Medium kann erzeugen, was immer es benötigt, oder kann organisieren, was immer es benötigt. Die einfachsten Elemente, die es erzeugt und organisiert, sind diejenigen, die man dort sieht. Und es sind auch die gleichen Elemente, die wir am prominentesten in unserer Kammer sehen.