Der Rossi-Effekt

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ecat.com

Siehe den Originalartikel auf WayBackMachine

Bis der Erfinder Andrea Rossi den Rossi-Effekt entdeckte, wurden grundsätzlich nur zwei Kategorien von LENR untersucht:

  1. Palladium - Deuterium (der ursprüngliche Prozess Kalter Fusion)
  2. Nickel - Wasserstoff

Der Rossi-Effekt ist eine völlig neue Entdeckung auf dem Gebiet der LENR-Technologie und erhöht die verfügbare Leistungsdichte von LENR-Prozessen um mehrere Größenordnungen auf mindestens [math]10 \; kW/ \, kg[/math].

Bei dieser Leistungsdichte besitzen die meisten konventionellen Energieanwendungen das Potenzial, durch eine E-Cat-Energiequelle ersetzt zu werden.

Der Rossi-Effekt basiert auf einem LENR-Prozess, der Wasserstoff und Lithium beinhaltet, wobei Nickel lediglich als Katalysator verwendet und nicht im Prozess verbraucht wird (es kommt zu einigen Nickel-Wasserstoff-Reaktionen, der größte Teil des Nickels wird jedoch nicht verbraucht und kann recycelt werden).

Die Wasserstoff-Lithium-Reaktion ist höchst exotherm.

1. [math]Li_7 + H_1 \to Be_8 \to 2 \, He_4 + 17,3 \; MeV[/math],

wobei [math]17,3 \, MeV \left( = 2,8 \cdot 10^{-12} \, J \right)[/math] als Wärme freigesetzt werden. Dies entspricht einer Energiedichte (Spezifische Energie) von 209 Millionen MJ/kg oder 58 Millionen kWh/kg oder dem 5-Millionenfachen der Energiedichte von Öl.

So verwendet der E-Cat der Leonardo Corporation Lithiumaluminiumhydrid [math]\left( LiAlH_4 \right)[/math] als Brennstoff zur Nutzung des Rossi-Effekts.[1] Der Vorteil von Lithiumaluminiumhydrid als Brennstoffquelle besteht darin, dass es sich um einen Feststoff handelt und daher viel einfacher zu handhaben ist als gewöhnliches Wasserstoffgas.

Beim Erhitzen zersetzt sich Lithiumaluminiumhydrid in drei Schritten:

1. [math]3 \; LiAlH_4 \to Li_3AlH_6 + 2 \; Al + 3 \; H_2[/math] (R1)
2. [math]2 \; Li_3AlH_6 \to 6 \; LiH + 2 \; Al + 3 \; H_2[/math] (R2)
3. [math]2 \; LiH + 2 \; Al \to 2 \; LiAl + H_2[/math] (R3)

(R1) wird normalerweise durch Schmelzen von Lithiumaluminiumhydrid im Temperaturbereich zwischen 150 und 170 °C eingeleitet, unmittelbar gefolgt von der Zersetzung in festes [math]Li_3AlH_6[/math], obwohl bekannt ist, dass (R1) auch unterhalb des Schmelzpunktes von [math]LiAlH_4[/math] abläuft. Bei etwa 200 °C zersetzt sich [math]Li_3AlH_6[/math] in [math]LiH[/math] (R2) und [math]Al[/math], die anschließend oberhalb von 400 °C in [math]LiAl[/math] umgewandelt werden (R3). Die Reaktion (R1) ist effektiv irreversibel. (R3) ist bei einem Gleichgewichtsdruck von ca. 0,25 bar bei 500 °C reversibel. (R1) und (R2) können mit geeigneten Katalysatoren auch bei Raumtemperatur auftreten. Wenn Nickel als Katalysator zugesetzt wird, diffundieren Lithium und Wasserstoff nach der Zersetzung des Lithiumaluminiumhydrids und bei einer ausreichend hohen Temperatur von 600 bis 1200 °C in das Nickelgitter. Hier wandelt der Rossi-Effekt Lithium und Wasserstoff unter Freisetzung riesiger Energiemengen in Helium um.

Besonders vorteilhaft ist, dass der Rossi-Effekt von Natur aus keine Gammastrahlung erzeugt, da die Energie nur durch thermische Heliumkerne als kinetische Energie freigesetzt wird, die später das Nickelgitter und die Innenwände des E-Cat-Reaktorkerns beim Aufprall thermisch erwärmen und kinetische in Wärmeenergie umwandeln. Dies macht den Rossi-Effekt perfekt für die Nutzung von Kernenergie bei völliger Abwesenheit von radioaktiven Stoffen und radioaktiver Strahlung.

Fußnoten

  1. Die Leonardo Corporation hat am 25. August 2015 ein US-Patent für dieses E-Cat-Verfahren erhalten.